Ist der deutsche Atomausstieg wirklich irreversibel – oder vor allem politisch blockiert?
Diese Frage stellen Björn Peters und Rainer Klute in der neuen Ausgabe der atw – International Journal for Nuclear Power. Ihr Beitrag zeigt: Eine Rückkehr zur Kernenergie wäre kein einfacher Schritt, aber technisch, wirtschaftlich und institutionell machbar – wenn Politik, Regulierung, Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft wieder planbar zusammenwirken.
Der Artikel skizziert dafür einen konkreten Fahrplan: von der Änderung des Atomgesetzes über die Modernisierung des kerntechnischen Regelwerks bis hin zum Wiederaufbau von Ausbildung, Forschung und öffentlicher Wissensvermittlung.
Besonders spannend: Der Blick geht nicht nur nach Deutschland, sondern auch auf internationale Beispiele wie Barakah, Polen und den IAEA-Milestones-Approach. Die zentrale Botschaft: Deutschland müsste das Rad nicht neu erfinden – aber es müsste wieder anfangen, strategisch zu handeln.
Ein lesenswerter Beitrag für alle, die Energiepolitik nicht als Symboldebatte führen wollen, sondern als Frage von Versorgungssicherheit, Industriepolitik, Klimaschutz und technologischer Souveränität.
Rückkehr zur Kernenergie: Ein Fahrplan für Politik, Industrie und Gesellschaft