Infocenter Kerntechnik & Kernenergie

Daten, Fakten, Forschung und Perspektiven zur Zukunft der Energieversorgung.

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Wissenschaft, Forschung und Lehre in der Kerntechnik

Kerntechnik als vielseitiges technologisches Anwendungsfeld

Die Kerntechnik ist weit mehr als nur eine Technologie der Stromerzeugung oder eine Aufgabe für Rückbau und Endlagerung. Sie spielt auch in zahlreichen anderen gesellschaftlich und technisch relevanten Bereichen eine wichtige Rolle. Dazu gehören die medizinische Diagnostik und Therapie mit Radionukliden, die Materialforschung, industrielle Anwendungen ionisierender Strahlung, Beiträge zur Raumfahrttechnik sowie grundlegende physikalische Forschung. Diese breite Anwendungsvielfalt zeigt, dass kerntechnisches Wissen dauerhaft in Wissenschaft, Industrie und öffentlicher Verantwortung benötigt wird, unabhängig von der zukünftigen Struktur der Energieversorgung.

Bedeutung kerntechnischer Lehrstühle für den Wissens- und Kompetenzerhalt

Die Zukunftsfähigkeit einer hochentwickelten Industrie- und Wissensgesellschaft hängt maßgeblich von ihrer Fähigkeit ab, wissenschaftliche Kompetenz zu erhalten, weiterzuentwickeln und an kommende Generationen weiterzugeben. Dies gilt in besonderem Maße für die Kerntechnik, die trotz des deutschen Ausstiegs aus der kommerziellen Stromerzeugung weiterhin ein unverzichtbarer Bestandteil von Wissenschaft, Forschung und Lehre bleibt.

Kerntechnische Lehrstühle und Forschungseinrichtungen in Deutschland leisten einen zentralen Beitrag zur Sicherung dieses Wissens. Sie bilden hochqualifizierte Fachkräfte aus, die nicht nur für den sicheren Betrieb bestehender Anlagen, sondern vor allem für Stilllegung, Rückbau und die langfristige Entsorgung radioaktiver Abfälle benötigt werden. Diese Aufgaben werden Deutschland noch über viele Jahrzehnte begleiten und erfordern kontinuierlich verfügbares, aktuelles Know-how, das nicht allein durch Dokumentation ersetzt werden kann, sondern aktiv gelebt und weiterentwickelt werden muss.

Geschäftsführender Direktor

Prof. Dr.-Ing. Jörg Starflinger

Institut für Kernenergetik und Energiesysteme

Exzellente Lehre und praxisnahe Ausbildung an deutschen Universitäten

Ein Beispiel hierfür ist das Institut für Kernenergetik und Energiesysteme (IKE) der Universität Stuttgart. Hier wird ein breites Spektrum an Lehrveranstaltungen angeboten: von klassischen Grundlagen der Kerntechnik über Reaktorphysik und Strahlenschutz bis hin zu modernen Themen wie probabilistischen Methoden oder nuklearer Entsorgung. Besonders hervorzuheben ist die praxisnahe Ausbildung am Siemens-Unterrichtsreaktor, die Studierenden ermöglicht, theoretisches Wissen direkt experimentell zu vertiefen. Gleichzeitig werden aktuelle Forschungsthemen wie passive Sicherheitssysteme oder der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Simulation komplexer Störfälle bearbeitet.

Die AG PSS an der Ruhr-Universität Bochum hingegen konzentriert sich auf die Simulation und Sicherheitsanalyse kerntechnischer Anlagen sowie auf die Bewertung und Weiterentwicklung der dafür eingesetzten Werkzeuge. Im Mittelpunkt stehen internationale Systemcodes, die angewendet, validiert und kontinuierlich verbessert werden. Diese Programme ermöglichen realitätsnahe „Best-Estimate“-Simulationen von Anlagenzuständen, insbesondere bei Störfällen, und dienen zugleich als Wissensbasis der Störfallanalyse. Ergänzend werden sicherheitsrelevante thermo- und fluiddynamische Detailphänomene – etwa Wasserstoffdeflagrationen, Druckstöße oder das Quenchen überhitzter Strukturen – mittels CFD untersucht. Neben kommerziellen Lösungen liegt ein besonderer Fokus auf Open-Source-Software und deren Weiterentwicklung, mit dem Ziel, langfristig eine umfassende CFD-Umgebung für die Sicherheitsforschung aufzubauen.

Leitung

Prof. Dr.-Ing. Marco K. Koch

Ruhr Universität Bochum

Forschungsschwerpunkte und technologische Innovationen

Auch an der Technischen Universität München bündelt das TUM Center for Nuclear Safety and Innovation (TUM.CNSI) Kompetenzen in Forschung und Lehre. Mit dem Forschungsreaktor FRM II, modernen Laboren und leistungsfähigen Rechenclustern verfügt die TUM über eine einzigartige Infrastruktur in Deutschland. Hier werden unter anderem neue Kernbrennstoffe entwickelt, innovative Reaktorkonzepte untersucht und medizinisch relevante Radioisotope erforscht. Die enge Verzahnung von Forschung und Lehre ermöglicht es Studierenden, frühzeitig an anspruchsvollen Projekten mitzuwirken und internationale Erfahrungen zu sammeln.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verfolgt mit seinem Programm zur nuklearen Sicherheits- und Entsorgungsforschung einen langfristigen Ansatz. Im Fokus stehen die Sicherheit von Kernanlagen, der Schutz von Mensch und Umwelt sowie die Endlagerung radioaktiver Abfälle über sehr lange Zeiträume. Die Forschung reicht von grundlegenden physikalischen und chemischen Prozessen bis hin zu praktischen Fragen des Rückbaus und der Materialüberwachung. Gleichzeitig bietet das KIT ein breites Lehrangebot, das Studierende auf Tätigkeiten in Wissenschaft, Industrie und Behörden vorbereitet.

Leiter Nuklearwissenschaft

Dr. rer. nat. Tobias Chemnitz

Technische Universität München. TUM Center for Nuclear Safety and Innovation (TUM.CNSI)

Praxisorientierte Studiengänge und internationale Vernetzung

Ergänzt wird diese universitäre Landschaft durch Hochschulen für angewandte Wissenschaften wie die FH Aachen. Diese Einrichtung setzt besonders stark auf praxisorientierte Ausbildung und internationale Vernetzung. Der Studiengang „Master of Nuclear Applications“ in Jülich ist ein Beispiel für ein interdisziplinäres und international ausgerichtetes Programm, das Studierende auf vielfältige Anwendungen nuklearer Technologien vorbereitet – von Energie über Medizin bis hin zur Materialforschung.

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Dr. Thomas Walter Tromm

Programmsprecher Nukleare Entsorgung, Sicherheit und Strahlenforschung (NUSAFE), Wissenschaftlicher Sprecher des KIT-Zentrums Energie

Weiterbildung und neue Qualifizierungswege

Auch neue Bildungsangebote entstehen, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. So bietet die Westfälische Hochschule einen spezialisierten Masterstudiengang zur Sicherheit in der nuklearen Entsorgung an, der die gesamte Prozesskette von Rückbau bis Endlagerung abdeckt und sich gezielt an berufstätige Fachkräfte richtet.

Physik, Kernphysik

Dr. rer. nat. Christian Reiter

Leiter der Reaktorphysik

Fazit: Kerntechnik als dauerhafte Aufgabe für Wissenschaft und Gesellschaft

Insgesamt zeigt sich: Die Kerntechnik ist in Deutschland weiterhin ein bedeutendes wissenschaftliches und technologisches Feld – nicht trotz, sondern gerade wegen der besonderen Herausforderungen, die sich aus Rückbau, Entsorgung und internationaler Entwicklung ergeben. Gleichzeitig bleibt sie ein wichtiger Bestandteil globaler Forschungsaktivitäten, etwa in der Medizintechnik, der Materialforschung oder bei der Entwicklung neuer Reaktorkonzepte wie Generation-IV-Systemen und Small Modular Reactors.

Der langfristige Erhalt und Ausbau kerntechnischer Lehrstühle ist daher nicht nur eine Frage der Energiepolitik, sondern vor allem eine strategische Entscheidung für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland. Nur durch kontinuierliche Forschung, praxisnahe Lehre und internationale Zusammenarbeit kann sichergestellt werden, dass auch zukünftige Generationen über das notwendige Wissen verfügen, um verantwortungsvolle und sichere Lösungen im Umgang mit nuklearen Technologien zu entwickeln.

Westfälische Hochschule Gelsenkirchen

Dr. Jonas Menze

Stabsstelle Qualitätsmanagement

Kerntechnik

Kerntechnik ist weit mehr als Stromerzeugung. Sie ist eine Querschnittstechnologie, die zentrale Bereiche von Wirtschaft, Wissenschaft und Alltag prägt und in vielen Zukunftsfeldern eine wichtige Rolle spielt.

In Medizin, Umweltforschung, Informationstechnologie und Materialentwicklung trägt sie dazu bei, Innovationen zu ermöglichen und technologische Leistungsfähigkeit zu sichern. Beispiele reichen von Fortschritten in der Krebsdiagnostik und -therapie über hochpräzise Materialanalysen bis hin zu Anwendungen in Raumfahrt, Industrieproduktion sowie Umwelt- und Klimaforschung.

Auch im Alltag kommen kerntechnische Verfahren zum Einsatz. In der Sterilisation von medizinischen Instrumenten, Kosmetik, Verpackungen oder Lebensmitteln wird Strahlung gezielt genutzt, um Keime zu reduzieren und Produktsicherheit sowie Haltbarkeit zu erhöhen.

Darüber hinaus spielt Kerntechnik eine wichtige Rolle in der Entwicklung neuer Schlüsseltechnologien. Dazu zählen unter anderem Anwendungen in der Halbleiterforschung, der Batterietechnologie und der modernen Werkstoffentwicklung.

Weltweit leistet Kernenergie einen bedeutenden Anteil an gesicherter, wetterunabhängiger und umweltfreundlicher Stromversorgung. Den größten Anteil bilden Leichtwasserreaktoren, insbesondere Druckwasser- und Siedewasserreaktoren, die seit Jahrzehnten zuverlässig im Einsatz sind.

Ergänzend existieren weitere Reaktorkonzepte mit unterschiedlichen technischen Ansätzen und Einsatzmöglichkeiten. Schwerwasserreaktoren (CANDU) ermöglichen eine flexiblere Brennstoffnutzung. Graphitmoderierte Reaktoren wie RBMK oder AGR verfolgen alternative Konzepte, sind jedoch mit spezifischen sicherheitstechnischen Herausforderungen verbunden. Schnelle Reaktoren und Hochtemperaturreaktoren bieten perspektivisch zusätzliche Möglichkeiten – etwa für eine effizientere Brennstoffnutzung oder die Bereitstellung industrieller Prozesswärme, beispielsweise zur Wasserstoffproduktion.

International gewinnt zudem die Entwicklung neuer Reaktorkonzepte an Bedeutung. Generation-IV-Systeme sowie Small Modular Reactors (SMR) werden als Ansätze betrachtet, um Sicherheit weiter zu erhöhen, Investitionen flexibler zu gestalten und Kernenergie stärker in zukünftige Energiesysteme zu integrieren.

Sicherheit ist das zentrale Prinzip der Kerntechnik. Ziel ist der zuverlässige Schutz von Mensch und Umwelt vor ionisierender Strahlung – im Betrieb ebenso wie bei Rückbau und Entsorgung.

Das Sicherheitsniveau basiert auf strengen gesetzlichen Vorgaben, technischer Auslegung nach dem Stand von Wissenschaft und Technik sowie unabhängiger staatlicher Aufsicht. Zentrale Elemente sind mehrfach gestaffelte Barrieren zum Einschluss radioaktiver Stoffe sowie technische Prinzipien wie Redundanz, Diversität und automatische Abschaltsysteme. Physikalische Eigenschaften vieler Reaktortypen tragen zusätzlich zur Selbststabilisierung bei. Neue Konzepte wie Generation-IV-Reaktoren und Small Modular Reactors (SMR) sind fortgeschrittene Kernenergiesysteme, die auf signifikante Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit abzielen. Sie nutzen häufig schnelle Neutronenspektren und geschlossene Brennstoffkreisläufe, um die Ausnutzung von Brennstoff zu maximieren und langlebige radioaktive Abfälle deutlich zu reduzieren. Charakteristisch sind innovative Kühlkonzepte (z. B. Natrium, Blei oder geschmolzene Salze) sowie inhärente bzw. passive Sicherheitssysteme, die auch ohne aktive Eingriffe stabile Zustände gewährleisten.

Parallel zur heutigen Kernspaltung wird weltweit intensiv an der Kernfusion geforscht. Ziel ist eine langfristige, nahezu CO₂-freie Energiequelle mit hohem Versorgungspotenzial. Forschungsanlagen wie Wendelstein 7-X in Deutschland oder das internationale Großprojekt ITER bilden dabei zentrale Meilensteine.

Die Kernfusion befindet sich noch in der Entwicklungs- und Demonstrationsphase. Ihre technische Umsetzung im industriellen Maßstab ist eine langfristige Aufgabe, die kontinuierliche Forschung, internationale Zusammenarbeit und den Aufbau technologischer Infrastruktur erfordert.

Auch im Rahmen des Kernenergieausstiegs bleibt Kerntechnik für Deutschland von strategischer Bedeutung. Kompetenzen in diesem Bereich sind weiterhin erforderlich – insbesondere für Rückbau, Entsorgung, Sicherheitsfragen und die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Regulierung.

Gleichzeitig eröffnet die Beteiligung an globalen Forschungs- und Technologieentwicklungen industriepolitische und innovationsbezogene Chancen. Der Erhalt und die Weiterentwicklung kerntechnischer Expertise bleiben damit ein wichtiger Baustein für technologische Souveränität und Zukunftsfähigkeit.

Kernenergie

Versorgungssicherheit. Stabilität im Energiesystem.

Kernenergie ist weltweit und in Europa ein zentraler Bestandteil einer verlässlichen Stromversorgung. In der Europäischen Union stellte sie zuletzt rund ein Viertel der Stromerzeugung und ist damit eine der wichtigsten CO₂-armen Energiequellen.

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der hohen Verfügbarkeit: Kernkraftwerke liefern kontinuierlich Strom unabhängig von Wetter und Tageszeit und tragen damit zur gesicherten Leistung im Energiesystem bei. Gerade in Zeiten hoher Nachfrage oder geringer Einspeisung aus Wind- und Solarenergie stabilisieren sie die Versorgung.

Darüber hinaus leisten Kernkraftwerke wichtige Beiträge zur Netzstabilität. Durch ihre rotierenden Schwungmassen stellen sie sogenannte Momentanreserve bereit, die Frequenzschwankungen im Stromnetz unmittelbar ausgleicht. Auch Regelenergie, von der Primärregelung bis zur Minutenreserve, kann durch Kernkraftwerke bereitgestellt werden. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, die Netzfrequenz von 50 Hertz stabil zu halten und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Klimaschutz. Große Wirkung bei niedrigen Emissionen.

Kernenergie gehört zu den emissionsärmsten Formen der Stromerzeugung. Über den gesamten Lebenszyklus hinweg sind ihre CO₂-Emissionen vergleichbar mit Wind- und Wasserkraft.

Historisch hat die Nutzung der Kernenergie in Deutschland erhebliche Mengen an Treibhausgasen vermieden. Auch international spielt sie eine wichtige Rolle bei der Erreichung von Klimazielen, da sie große Mengen CO₂-armer Energie zuverlässig bereitstellen kann.

Neue Ansätze erweitern dieses Potenzial zusätzlich: So kann die Abwärme von Kernkraftwerken genutzt werden, etwa zur CO₂-Abscheidung aus der Atmosphäre. Perspektivisch könnten solche Kombinationen sogar zu negativen Emissionen beitragen.

Wirtschaftlichkeit. Systemkosten im Blick.

Die Wirtschaftlichkeit der Kernenergie wird häufig anhand der Stromgestehungskosten einzelner Anlagen bewertet. Dabei zeigt sich: Trotz hoher Anfangsinvestitionen sind Kernkraftwerke über ihre lange Laufzeit hinweg wettbewerbsfähig.

Entscheidend ist jedoch die Betrachtung des gesamten Energiesystems. Während wetterabhängige erneuerbare Energien geringe Einzelkosten aufweisen, entstehen zusätzliche Systemkosten: etwa für Netzausbau, Speicher, Reservekapazitäten und Regelenergie.

 

Kernkraftwerke verursachen diese Zusatzkosten in deutlich geringerem Umfang, da sie kontinuierlich und planbar Strom liefern. In der Gesamtbetrachtung tragen sie daher zur Kosteneffizienz eines Energiesystems bei, insbesondere bei hohen Anforderungen an Versorgungssicherheit und Klimaschutz.

Ressourceneffizienz. Hohe Energiedichte, geringer Flächenbedarf.

Ein zentrales Merkmal der Kernenergie ist die außergewöhnlich hohe Energiedichte des Brennstoffs. Im Vergleich zu fossilen Energieträgern sowie zu erneuerbaren Technologien wird deutlich weniger Material eingesetzt, um große Energiemengen zu erzeugen.

Dies wirkt sich auch auf den Flächenbedarf aus: Kernkraftwerke benötigen im Verhältnis zur erzeugten Strommenge deutlich weniger Fläche als Wind- oder Solaranlagen. Dadurch ergeben sich Vorteile für Landschaft, Biodiversität und Flächennutzung.

Zudem kann ein Teil des eingesetzten Kernbrennstoffs wiederaufbereitet und erneut genutzt werden. Zukünftige Technologien versprechen eine noch effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen und eröffnen zusätzliche Potenziale im Brennstoffkreislauf.

Einordnung. Baustein im Energiemix.

Kernenergie verbindet Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Ressourceneffizienz. In vielen Ländern ist sie daher ein fester Bestandteil langfristiger Energiestrategien.

Für die Transformation zu einem klimaneutralen Energiesystem wird zunehmend ein technologieoffener Ansatz verfolgt. Kernenergie spielt dabei – je nach nationalem Kontext – eine wichtige Rolle, insbesondere in Kombination mit erneuerbaren Energien.

Proof Points & Daten

Zahlen und Fakten zur globalen Bedeutung der Kernenergie

Klimaschutz

Kernenergie ist Europas größte einzelne CO₂-arme Stromquelle

2024 stammten 23,3 % der Stromerzeugung in der EU aus Kernenergie. Damit bleibt Kernenergie die größte einzelne CO₂-arme Stromquelle Europas. 

„Fast jede vierte Kilowattstunde in Europa stammt aus Kernenergie.“

F&E

Milliardenbudget für europäische Nuklearforschung

Das EURATOM-Programm verfügte für 2021-2025 über ein Budget von 1,38 Milliarden Euro für Forschung, Sicherheit, Innovation, Ausbildung und neue Reaktortechnologien.
„Europa investiert Milliarden in nukleare Innovation.“

https://www.eesc.europa.eu/cs/news-media/press-summaries/euratom-research-and-training-programme-2028-2032?utm

Zusätzliche

Investitionen in neue Nukleartechnologien

Allein im Euratom-Arbeitsprogramm 2026-2027 stellt die EU weitere 330 Millionen Euro für Fusion, SMR, Sicherheit und Nuklearmedizin bereit.

„Die EU baut ihre nukleartechnologische Forschung aktiv aus.“

Versorgungssicherheit

Mehr als 70 Reaktoren weltweit im Bau

Aktuell befinden sich weltweit 79 Kernreaktoren in 16 Ländern im Bau, zwei Drittel davon in Asien. Darüber hinaus sind über 100 weitere Reaktoren geplant.

„Kernenergie wächst weltweit – besonders in Zukunftsmärkten.“

Medizin

Kerntechnik rettet täglich Leben

Mehr als 10.000 Krankenhäuser weltweit nutzen medizinische Radioisotope. Jedes Jahr werden rund 50 Millionen nuklearmedizinische Untersuchungen durchgeführt.

„Moderne Diagnostik und Krebstherapie wären ohne Radioisotope kaum denkbar.“

https://world-nuclear.org/information-library/non-power-nuclear-applications/radioisotopes-research/radioisotopes-in-medicine

Fusion

Internationale Zusammenarbeit für die Energie der Zukunft

34 Länder arbeiten gemeinsam am internationalen Fusionsprojekt ITER – einem der größten Technologie- und Forschungsprojekte weltweit.

„Fusion zählt zu den ambitioniertesten Energieprojekten der Welt.“

https://www.iter.org/

Arbeitsplätze

Kerntechnik ist europäische Industriepolitik

Die europäische Nuklearindustrie sichert rund 1 Million Arbeitsplätze und verbindet tausende Unternehmen entlang der nuklearen Wertschöpfungskette.

„Kerntechnik gehört zu den bedeutenden industriellen Netzwerken Europas.“

nucleareurope Facts & Figures

Laufzeitverlängerung

Langzeitbetrieb ist international etablierte Praxis

Rund 30 % der weltweiten Reaktoren befinden sich bereits im Langzeitbetrieb. Viele moderne Kernkraftwerke erreichen heute Laufzeiten von 60 bis 80 Jahren.

„Bestehende Infrastruktur weiter zu nutzen spart Kosten, Ressourcen und Emissionen.“

https://www.oecd-nea.org/jcms/pl_60310/long-term-operation-of-nuclear-power-plants-and-decarbonisation-strategies

Verbandstag 2026

Am 21. Mai in Berlin lädt KernD zum diesjährigen Verbandstag in die Wartehalle Berlin ein.

Unter dem Leitmotiv „Industrie der Zukunft“ versammelt die Veranstaltung ausgewählte Persönlichkeiten aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Medien. Im Fokus stehen zentrale Fragen der europäischen Energiesouveränität sowie die Rolle technologischer Innovationen – insbesondere im Bereich der Kerntechnik – für Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit.

Der Verbandstag versteht sich als exklusives Forum für einen offenen und fundierten Austausch in einem hochkarätigen Kreis. Die Veranstaltung richtet sich an einen geladenen Teilnehmerkreis.

Programmüberblick

09:00 Uhr – Einlass und Begrüßung
09:30 Uhr – Eröffnung
Dr. Martin Pache & Nicole Koch (KernD)

09:35 Uhr – Politischer Impuls

09:50 Uhr – Panel 1: Europa baut neu

Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Industrie, u. a. Hidde Baars (Nucleair Nederland) und Carl Berglöf (Ministry of Climate and Enterprise Schweden)

11:00 Uhr – Kaffeepause

15:30 Uhr – Panel 3: Endlagerung – Europas Erfolgsmodelle

Einblicke in Endlagerstrategien aus Finnland, der Schweiz und Deutschland: Mika Pohjonen (Posiva Solutions), Philipp Senn (Nagra), Dagmar Dehmer (Bundesgesellschaft für Endlagerung), Franklin Servan-Schreiber (Transmutex)
16:30 Uhr – Kaffeepause

11:30 Uhr – Panel 2: SMR als europäisches Industrieprojekt


Mit Beiträgen führender europäischer Unternehmen und Organisationen: Kalev Kallemets (FERMI Energia), Dr. Magnus Mori (Urenco), Tobias Ravn Thomas (Copenhagen Atomics), Emmanuel Brutin (nucleareurope)

12:30 Uhr – Mittagessen

14:30 Uhr – Keynote: Strom- und Wärmeanforderungen von Hyperscalern
15:00 Uhr – Diskussion

16:50 Uhr – Panel 4: Akzeptanz & Narrative:

  Was wir von unseren Nachbarn lernen können Perspektiven aus Finnland, der Schweiz und Polen: Atte Harjanne (Finnish Greens), Lukas Aebi (Nuklearforum Schweiz), Jakub Wiech (Energetyka24) 17:50 Uhr – Abschluss: Was bedeutet das für Deutschland? Dr. Martin Pache (KernD) 18:15 Uhr – Get Together Der Verbandstag bietet die Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen der europäischen Energiepolitik einzuordnen, voneinander zu lernen und gemeinsam Perspektiven für die Industrie der Zukunft zu entwickeln. Für weiterführende Informationen und Rückfragen zur Veranstaltung steht Nicole Koch gerne zur Verfügung.

Dekarbonisierung der Wärme: Warum Kernenergie Teil der Lösung ist

Die Transformation der Fern- und Prozesswärme zählt zu den größten Herausforderungen der Energiewende. Während erneuerbare Technologien wichtige Beiträge leisten, stoßen sie insbesondere bei hohen Temperaturen, kontinuierlichem Bedarf und saisonalen Schwankungen an ihre Grenzen. Die Sonderausgabe der atw – International Journal for Nuclear Power zeigt, wie innovative nukleare Konzepte diese Lücken schließen können: technisch, wirtschaftlich und rechtlich.

PDF der Sonderausgabe herunterladen

Von kleinen modularen Reaktoren für Fernwärme bis hin zu Hochtemperaturreaktoren für industrielle Prozesse beleuchtet die Ausgabe konkrete Anwendungen, aktuelle Projekte und regulatorische Rahmenbedingungen. Sie macht deutlich: Kernenergie kann einen entscheidenden Beitrag leisten, um Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz in Einklang zu bringen – gerade im Wärmesektor, der bislang oft unterschätzt wird.

Deutschlands Atomausstieg ist kein Naturgesetz

Am 21. März 2026 ist in der Berliner Zeitung ein Gastbeitrag unserer Geschäftsführerin Nicole Koch erschienen. Vor dem Hintergrund der aktuellen energiepolitischen Entwicklungen in Europa plädiert sie darin für eine offene, sachliche Neubewertung der Kernenergie in Deutschland.

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Deutschlands Atomausstieg ist kein Naturgesetz

Warum Europa Kernenergie neu entdeckt – und auch wir den Mut zur Debatte wiederfinden müssen

Lassen Sie mich mit einer Bitte beginnen: Versuchen Sie für einen Moment, sich zu öffnen und die Perspektive zu wechseln. Manche Fragen stellt man sich nicht als Politikerin und nicht als Expertin, sondern als Mutter.

Werden meine Kinder einmal in einem Land leben, in dem Energie zuverlässig zur Verfügung steht? In dem Strom bezahlbar bleibt? In der Industrie, Forschung und Innovation weiterhin Möglichkeiten schaffen? Oder in einem Land, das seine Zukunft aufs Spiel setzt, weil es den Mut verliert, notwendige Entscheidungen zu treffen? Dabei geht es nicht nur um Energieversorgung, sondern auch um die Sicherung von Arbeitsplätzen, den Erhalt von Forschung, Lehre und technischem Know-how sowie um wirtschaftliche Chancen für kommende Generationen.
Diese Fragen sind für mich nicht abstrakt. Sie sind persönlich. Und sie sind der Grund, warum ich seit mehr als zwanzig Jahren in der Kerntechnik arbeite.

Heute leite ich den Branchenverband Kerntechnik Deutschland e.V. und die Kerntechnische Gesellschaft e.V.

Ich bin keine Ingenieurin, keine Reaktorfahrerin und keine Kernphysikerin. Aber ich kenne dieses Feld. Ich arbeite seit zwei Jahrzehnten mit Wissenschaftlern, Ingenieuren und Fachleuten, ich lese Studien, diskutiere technische Zusammenhänge und übersetze sie in eine Sprache, die verständlich bleibt. Ich spreche nicht an Experten vorbei, sondern mit ihnen.
Vielleicht irritiert mich deshalb besonders, wie in Deutschland über Kernenergie gesprochen wird. Zu oft geht es nicht um Fakten, sondern um Personen. Nicht um Argumente, sondern um Abwertung. Gerade weil es um die Zukunft unseres Landes geht, ist das fatal. Was wir brauchen, ist keine Pose, keine Moralrhetorik und keine ideologischen Reflexe. Was wir brauchen, ist endlich eine nüchterne, faktenbasierte Debatte.

Denn während Deutschland lange meinte, das Thema Kernenergie endgültig abgeschlossen zu haben, hat sich die Welt um uns herum weiterentwickelt. Europa bewegt sich. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete jüngst die Abkehr von der Kernenergie als einen „strategischen Fehler“ und stellte Maßnahmen vor, dies zu korrigieren. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte zunächst, er teile diese Einschätzung nur um kurz darauf zu behaupten, der deutsche Atomausstieg sei „irreversibel“, weil frühere Regierungen ihn beschlossen hätten.

Das mag politisch bequem sein, sachlich ist es schlicht falsch. In einer Demokratie ist kaum etwas unumkehrbar. Gesetze können geändert werden. Genau das ist der Kern parlamentarischer Politik. Wer etwas anderes behauptet, will keine Debatte führen, sondern sie beenden. Doch die Debatte findet längst statt. Bei unseren Nachbarn in Europa und zunehmend auch in Deutschland.

In vielen europäischen Ländern wird heute sehr pragmatisch darüber gesprochen, wie eine sichere, klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung aussehen kann. Polen baut seine erste Kernkraftwerksflotte auf. Schweden plant zusätzliche Reaktoren. Großbritannien investiert in neue Anlagen ebenso wie in kleine modulare Reaktoren. Frankreich verlängert Laufzeiten und baut neue Kapazitäten. Belgien hat seinen Ausstieg revidiert. Die Niederlande, Tschechien, Rumänien, Slowenien und Bulgarien investieren ebenfalls. Selbst Länder wie Dänemark, Italien und die Schweiz prüfen wieder offen den Einsatz der Kernenergie. Kurz gesagt: Deutschland und Österreich sind zunehmend allein auf weiter Flur mit ihrer kategorischen Ablehnung.
Viele Staaten stehen vor denselben Herausforderungen wie wir: steigende Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und die Notwendigkeit, CO₂-Emissionen drastisch zu senken. Kernenergie erfüllt dabei drei Eigenschaften, die für moderne Energiesysteme entscheidend sind: Sie ist CO₂-arm, sie liefert zuverlässig Strom und sorgt so für die dringend notwendige Grundlast, und sie kann langfristig stabile Strompreise ermöglichen.

Erneuerbare Energien sind und bleiben ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Aber mit ihrem steigenden Anteil wird auch deutlich, dass ein Energiesystem, das ausschließlich auf wetterabhängige Energiequellen setzt, enorme Anforderungen an Netze, Speicher und Backup-Kapazitäten stellt. Viele europäische Staaten ziehen daraus eine pragmatische Schlussfolgerung: Sie kombinieren erneuerbare Energien mit Kernenergie.

Ein weiterer Aspekt gewinnt dieser Tage zunehmend an Bedeutung: die Resilienz unseres Energiesystems. Der massive Ausbau von Wind- und Solarenergie erfordert große Mengen an Metallen und Spezialmaterialien, deren Produktion heute stark in wenigen Ländern konzentriert ist. In Deutschland wird darüber erstaunlich wenig gesprochen, obwohl diese Abhängigkeiten die Resilienz unseres Energiesystems erheblich beeinflussen. Kernenergie wirkt hier stabilisierend. Sie benötigt vergleichsweise wenig Rohstoffe und liefert kontinuierlich Energie. Hinzu kommt die hohe Energiedichte des Brennstoffs. Uran kann weltweit zuverlässig bezogen und über Jahre gelagert werden. Strategische Vorräte sind möglich, ein sehr wichtiger Faktor in einer geopolitisch unsicheren Welt.

Besonders viel Aufmerksamkeit erhalten international derzeit sogenannte Small Modular Reactors (SMR). Diese Reaktoren sind deutlich kleiner als klassische Kernkraftwerke und werden weitgehend industriell vorgefertigt. Das ermöglicht standardisierte Fertigung, kürzere Bauzeiten und geringere Kosten pro Anlage.
SMR können nicht nur Strom erzeugen, sondern auch Wärme für industrielle Prozesse und Wasserstoff bereitstellen, was einen entscheidenden Vorteil für ein industrielles Land wie Deutschland darstellt.

Hinzu kommt ein industriepolitischer Punkt, der in der deutschen Debatte leider zu selten angesprochen wird. Deutschland verfügt weiterhin über erhebliche Kompetenzen in der Kerntechnik, von der Zentrifugenherstellung und der Urananreicherung über die Brennelementfertigung bis hin zu hochspezialisierter Komponentenproduktion sowie Mess- und Regeltechnik. Diese Kompetenzen sind weltweit im Einsatz, deutsche Technik ist international gefragt. Deutsche Unternehmen sind nach wie vor erfolgreiche Zulieferer für internationale Reaktorprogramme. Zu Recht! Denn über Jahrzehnte gehörten unsere Anlagen zu den leistungsstärksten der Welt. Wir waren mehrfach Weltmeister in der Stromproduktion und sind in unserem Fach echte Champions. Auch beim Thema Sicherheit gilt Deutschland international als Vorbild. Dieses Wissen und diese Erfahrungen sind ein industrieller Schatz, der nicht einfach verschwinden darf, sondern genutzt und weiterentwickelt werden sollte.

Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen sind erfolgreich in internationale Programme eingebunden und tragen zur Entwicklung nuklearer Technologien in Europa und dem Rest der Welt bei. Mit anderen Worten: Deutschland verfügt noch immer über einen großen Teil der industriellen Wertschöpfungskette, die für moderne Kerntechnologien benötigt wird. Doch dieses Know-how bleibt nicht von selbst erhalten.

Denn wenn Deutschland weiter wider besseres Wissen auf seinem Ausstiegsbeschluss bestehen bleibt, besteht die Gefahr, dass auch diese Kompetenzen schrittweise verloren gehen. Denn wenn die Wurzel einmal abgeschnitten ist, stirbt auch die Pflanze darüber ab. Dabei profitiert unsere Wirtschaft selbst dann, wenn es kurzfristig keinen politischen Wiedereinstieg gibt. Als Zulieferer für internationale Reaktorprogramme.

Deshalb braucht Deutschland nun einen umfassenden Ansatz. Eine zukunftsorientierte Energie- und Technologiepolitik sollte Kernenergie nicht eindimensional betrachten, sondern eine zweigleisige Strategie verfolgen: die Entwicklung und Nutzung von SMR in möglichst naher Zukunft und langfristig die Förderung der Kernfusion. Beide Technologien müssen zur Chefsache gemacht und ebenso konsequent unterstützt werden, damit sie so schnell wie möglich zur Verfügung stehen.
Beide Technologien bauen im Übrigen auf demselben wissenschaftlichen Fundament auf und ergänzen sich hervorragend. SMR könnten bereits in den 2030er Jahren einen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Kernfusion hingegen wird voraussichtlich erst in der Zeit nach 2040 kommerziell verfügbar sein. Kerntechnische Expertise von heute sichert die Industrialisierung der Fusion von morgen.

Bevor Deutschland diese Debatte weiterführt, lohnt sich ein Blick auf einige besonders hartnäckige Irrtümer. Uran kann man keineswegs nur in Russland beziehen. Große Vorkommen existieren etwa in Kanada und Australien, weitere bedeutende Reserven gibt es in Kasachstan, Afrika und Südamerika.

Beim Thema Endlager lohnt es sich ebenfalls, über den deutschen Tellerrand zu blicken. Dass Deutschland bislang kein Endlager betreibt, liegt wesentlich an politischen Entscheidungen. Technisch sind sichere Lösungen längst verfügbar und Standortauswahlverfahren wurden erfolgreich abgeschlossen. Finnland geht voran und nimmt sein Endlager noch in diesem Jahr in Betrieb.
In Frankreich, der Schweiz und Schweden wurden Standorte ausgewählt, und es bestehen sehr gute Umsetzungsperspektiven für Endlager.

Auch die Finanzierung der Entsorgung in Deutschland ist geregelt. Mit dem 2017 eingerichteten Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (KENFO) haben die Betreiber der deutschen Kernkraftwerke rund 24 Milliarden EUR in eine öffentlich-rechtliche Stiftung des Bundes eingezahlt. Aus diesem Fonds werden Zwischen- und Endlagerung finanziert und nicht, wie häufig behauptet, von der Allgemeinheit. Im Übrigen wäre im Zweifel gar kein Endlager in diesem Umfang erforderlich. Bereits verwendete Brennelemente sind kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff, der schon in naher Zukunft weiterverwendet werden könnte, wenn man es denn wollte.

Natürlich kann Kernenergie nicht alle Probleme auf dieser Welt lösen. Keine Technologie kann das. Eine „eierlegende Wollmilchsau“ gibt es schlichtweg nicht. Die entscheidende Frage aber lautet vielmehr: Können wir es uns leisten, eine funktionierende CO₂-arme und grundlastfähige Technologie vollständig auszuschließen? Die meisten europäischen Staaten um uns herum beantworten diese Frage mit einem klaren „Ja zur Kernenergie“.

Deutschland sollte zumindest den Mut haben, sie sich ehrlich zu stellen. Nicht ideologisch, sondern pragmatisch. Denn Energiepolitik entscheidet über weit mehr als Strompreise. Sie entscheidet über industrielle Wertschöpfung, über Versorgungssicherheit und über die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes. Europa hat begonnen, diese Realität neu zu bewerten. Deutschland sollte sich dieser Debatte nicht länger entziehen.

Und vielleicht lohnt es sich, diese Frage auch einmal aus der Perspektive einer Mutter zu betrachten, die sich wünscht, dass ihre Kinder in einem Land aufwachsen, das seine Zukunft gestaltet und nicht völlig unnötig aufs Spiel setzt.

Aufbauend auf den Erfolg des German Pavilion auf der WNE 2025 organisiert KernD für die WNE 2027 in Paris vom 7. bis 9. Dezember erneut einen gemeinsamen deutschen Messeauftritt, das „Deutsche Dorf“.

Ziel ist ein zentraler Gemeinschaftsstand unter KernD-Flagge, der als Treffpunkt, Plattform für Austausch und Servicepunkt für alle teilnehmenden Unternehmen dient. Gleichzeitig bleiben individuelle Präsentationsflächen und Vertriebsoptionen möglich.

Die Vorteile einer Beteiligung auf einen Blick:

  • Premium-Präsenz: zentrale Lage auf der Messe mit maximaler Sichtbarkeit
  • Gemeinsame Strahlkraft: gebündelte deutsche Innovationskraft
  • Individuelle Optionen: eigene Präsentationsfläche und Vertriebsaktivitäten
  • Full-Service: Koordination, Standbau und Logistik durch KernD
  • Networking & Hospitality: Austausch mit internationalen Partnern in deutscher Atmosphäre

Um die Gesamtfläche und Standgestaltung frühzeitig planen zu können, führt KernD derzeit eine Interessenabfrage unter deutschen Unternehmen durch. So können wir einen starken, sichtbaren und gut organisierten deutschen Auftritt auf der WNE 2027 sicherstellen.

Interesse an einer Beteiligung melden

Für Rückfragen oder Ideen steht das KernD-Team jederzeit gerne zur Verfügung.

Zum 1. Februar 2026 übernimmt Nicole Koch die Geschäftsführung der Kerntechnik Deutschland e. V. (KernD) sowie der INFORUM Verlags- und Verwaltungsgesellschaft mbH. Mit dieser Entscheidung stärkt der Verband seine Position als sachliche, fundierte und zukunftsorientierte Stimme der Kerntechnik in Deutschland und Europa.

Nicole Koch verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Kerntechnik und bringt umfassende fachliche, organisatorische und kommunikative Expertise mit. Seit 2019 ist sie in zentralen Funktionen für den Verband tätig und hat dessen Arbeit maßgeblich mitgestaltet. Dazu zählen unter anderem die Redaktion der atw – International Journal for Nuclear Power, das Veranstaltungsmanagement von KernD und der Kerntechnischen Gesellschaft e. V. sowie Aufgaben in der strategischen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. In dieser Zeit hat sie ein breites und tragfähiges Netzwerk innerhalb der kerntechnischen Fachgemeinschaft aufgebaut.

„Mit Frau Koch gewinnen wir eine Geschäftsführerin, die fachliche Tiefe, kommunikative Stärke und langjährige Verbandserfahrung in idealer Weise verbindet“, sagt Thomas Seipolt, Vorstandsvorsitzender von KernD.

„Sie steht für Kontinuität ebenso wie für die Weiterentwicklung unserer Arbeit auf nationaler und europäischer Ebene.“

KernD steht für eine sachorientierte, wissenschaftlich fundierte und zukunftsgerichtete Positionierung der Kerntechnik. Mit der neuen Geschäftsführung will der Verband seine Sichtbarkeit weiter ausbauen, den fachlichen und gesellschaftlichen Dialog intensivieren und aktiv an der Gestaltung der Rahmenbedingungen für einen möglichen Neustart der Kernenergie in Deutschland mitwirken.

Nicole Koch erklärt:

„Eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung erfordert vor allem eines: Realismus. Ein Blick zurück zeigt, welchen Beitrag Kernenergie über Jahrzehnte geleistet hat und der Blick nach vorn macht deutlich, dass es dauerhaft nicht ohne sie im Energiemix gehen wird. Mein Ziel ist es, KernD als starke, verlässliche und europäisch vernetzte Stimme weiter zu positionieren und den sachlichen Dialog über die Rolle der Kernenergie aktiv zu fördern.“

Gleichzeitig dankt Kerntechnik Deutschland e. V. Herrn Dr. Thomas Behringer herzlich für seine langjährige, engagierte und verlässliche Tätigkeit. Er hat den Verband über viele Jahre hinweg begleitet, geprägt und kontinuierlich weiterentwickelt. Mit seinem Eintritt in den Ruhestand endet eine prägende Phase für KernD. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünscht der Verband ihm alles Gute.

Vom Bericht zum Energiewendemonitoring war eigentlich ein positiver Impuls für die wirtschaftlichen Perspektiven Deutschlands durch eine neu orientierte Energiepolitik erwartet worden, ein Aufbruchsignal aus der selbst verschuldeten Sackgasse der bisherigen Energiewendepolitik, die zu immer weiterwachsenden Kosten für Stromkunden und Steuerzahler führt. Stattdessen ist der Bericht weiter von den unumstößlichen Dogmen, namentlich massiver Ausbau der erneuerbaren Energien, „Klimaneutralität“ in seiner ganzen begrifflichen Unschärfe sowie Kernenergietabu geprägt und offenbart erhebliche Wissens- und Erkenntnislücken nach 25 Jahren Energiewendepolitik.

Seine Vorstellung strahlte Resignation und Fatalismus aus und war geprägt vom Prinzip der Schadensbegrenzung ohne wirklich vorwärts gerichtete, positive Perspektive. Ein stetiger, industrieller und damit gesamtwirtschaftlicher Niedergang Deutschlands, der letztlich das ganze Land in allen Lebensbereichen und Gesellschaftsschichten nach unten zieht sowie Wohlstand und Entwicklungsniveau auf breiter Front erodiert, ist offenbar inzwischen in der Politik und in der Wirtschaftswissenschaft als Narrativ gesetzt.

Zu diesem Eindruck trägt wesentlich der Verzicht auf die Betrachtung der energiewirtschaftlichen Möglichkeiten der Nutzung der Kernenergie in Form sowohl mittelfristig reaktivierter Bestandskraftwerke als auch einer langfristigen Neubaustrategie bei. Wie Studien im Ausland zeigen, in denen einige der im Monitoring offenbarten Wissenslücken etwa zum Thema Kosten schon adressiert wurden, ermöglicht die Kernkraft erhebliche Einsparungen bei den Systemkosten, insbesondere durch geringere Netzkosten. Ein langfristig substanzieller Anteil Kernenergie würde darüber hinaus die grundlegende Netzstabilität ohne zusätzliche Maßnahmen gewährleisten, das Netzmanagement vereinfachen und dessen – jährlich anfallende – Kosten senken. Weiters würden mit Nutzung der Kernkraft der Flächenverbrauch durch EE- und Netzausbau verringert, weniger Ressourcen benötigt und im Vergleich mit dem Ausbau erneuerbarer Energien eine größere inländische sowie europäische Wertschöpfung ermöglicht, die zugleich auch strategische Abhängigkeiten reduziert.

Last but not least würde eine Energiewende mit Kernenergie den Aufbau neuer fossiler Stromproduktion deutlich verringern und damit neben allen oben genannten positiven Effekten für Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit beim Strom auch einen maßgeblichen Beitrag zur Klimapolitik leisten. Ein Beitrag, der im Gegensatz zur bisherigen Energiewendepolitik auch tatsächlich umsetzbar, finanzierbar und damit erreichbar ist.

Gesellschaftspolitisch und wirtschaftspsychologisch betrachtet, wäre das Einschlagen dieses Weges auch genau die Art von positiver und nach vorne gerichteter Disruption gegenüber der bisherigen Politik des wirtschaftlichen Niedergangs, die einen wirklichen Aufbruch und eine echte Wende in Politik und Wirtschaft signalisieren würde.

Mit Wirkung August 2025 übernimmt Dr. Martin Pache die neue ehrenamtliche Funktion des Sprechers von Kerntechnik Deutschland e.V. (KernD). In dieser Rolle wird er den Verband als öffentliches Sprachrohr vertreten – bei Interviews, auf Fachveranstaltungen und in den sozialen Medien.

Ziel seiner Tätigkeit ist es, die fachliche Kompetenz in der deutschen Kerntechnik sichtbar zu machen, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und den Dialog mit Öffentlichkeit, Politik und Medien zu stärken. Dabei bringt Dr. Pache seine langjährige Erfahrung aus der kerntechnischen Industrie ein und möchte Brücken zwischen technischer Expertise und gesellschaftlicher Diskussion schlagen.

Mit der Benennung eines Sprechers direkt aus der Industrie trägt KernD dem gestiegenen Bedarf an fachlich fundierter, klar verständlicher Kommunikation Rechnung. Dr. Pache steht für eine sachliche, faktenbasierte, zugängliche und offene Kommunikation, um den Beitrag der Kerntechnik zur sicheren, klimafreundlichen und zuverlässigen Energieversorgung zu verdeutlichen sowie die Kerntechnik als innovative deutsche Hightech-Branche ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.

In meinen 22 Jahren in der Kerntechnik habe ich viele Entwicklungen, Diskussionen und politische Kehrtwenden erlebt. 2024 habe ich vor dem 2. Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Thema Brennelementlieferungen ausgesagt. Spätestens da wurde mir klar, wie unsachlich über Kernenergie in Deutschland gesprochen wird. Auch wir als Branche haben dazu beigetragen, indem wir zurückhaltend und defensiv kommuniziert haben. Das würde ich gern ändern – es wird Zeit, dass wir die jungen Generationen für die Kerntechnik begeistern!

Dr. Martin Pache ist seit über 20 Jahren für Westinghouse tätig. Er hat Allgemeinen Maschinenbau in Darmstadt studiert und anschließend zum Thema Produktentwicklung in München promoviert. Danach ist er zunächst als Berechnungsingenieur bei Westinghouse eingestiegen. Weitere Stationen seines Werdegangs waren unter anderem: Projektleitung, Kundenbetreuung, Technisches Marketing, Qualität und Sicherheit, Engineering Director. Viele dieser Tätigkeiten haben ihn auch ins Ausland geführt, insbesondere USA, Südafrika, und ganz Europa. Seit 2023 ist er mit der Geschäftsführung von Westinghouse Electric Germany betraut.

Bis zu 65 Mio. Tonnen CO2 sparen!
Mit dem Kernkraft-Neustart die Klimaziele 2045 erreichen!

CO2-Belastung senken und gleichzeitig die Wirtschaftskraft stärken: Das sind die zwei vorrangigen Aufgaben für die neue Bundesregierung. Die Lösung liegt auf der Hand. Denn sechs Kernkraftwerke können in Deutschland wieder an den Start gehen!

  • Mit Kernkraft CO2 sparen: Grundlastfähiger Strom ist das A und O für die Energiewende. Dieser kann durch Kohlekraftwerke oder – noch nicht vorhandene –Gaskraftwerke gestellt werden. Oder man nimmt sechs vorhandene Kernkraftwerke wieder ans Netz. Kernkraft statt Kohlekraft spart pro Jahr etwa 65 Millionen Tonnen CO2 (rund 10 % der gesamten Emissionen von Deutschland!). Kernkraft statt Gaskraft spart rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr.
  • Mit Kernkraft Stromkosten sparen: Kernkraftwerke sorgen für günstigen Strom – für die Industrie, für die Privathaushalte. Bis zu sechs Kernkraftwerke können kerntechnisch sicher reaktiviert werden und wären dann sogar noch bis ca. 2050 verfügbar. Der Strom kommt bedarfsgerecht und planbar, da die Kraftwerke schon Teil der deutschen Strominfrastruktur waren. Zudem wird der steigende Zukauf von Strom aus dem europäischen Ausland (Nettostrom-import 2024: 32 TWh) und die damit verbundene Abhängigkeit von Dritten verringert. Unabhängiger und wettbewerbsfähiger Industriestrom ist damit in Greifweite, schädliche Preisschwankungen am Strommarkt nehmen ab.

Fakt ist: Die Wiederinbetriebnahme von bis zu sechs Kernkraftwerken ist technisch sicher möglich. Doch die Zeit drängt. Wichtig ist der Neustart-Check, die sofortige Auszeit im Rückbau. Je schneller die Entscheidung fällt, desto weniger Geld kostet es – und desto früher können die grundlastsichernden, klimafreundlichen und strom­kostensenkenden Kraftwerke wieder ans Netz gehen.

Thomas Seipolt

„Die Kernkraft kann viel zu den deutschen Klimazielen beitragen und würde die Kosten für die Stromversorgung dabei sogar senken.“

NUKEM Technologies Engineering GmbH, Vorstandsvorsitzender von KernD

Carsten Haferkamp

„Die Entscheidung über einen Neustart von Kernkraftwerken liegt bei der Bundes­regierung, die die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen muss. Fest steht: Strom aus Kernkraftwerken ist eine wichtige Säule, um kurzfristig CO2-Emissionen zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft durch günstige Stromkosten zu stärken. Als Erbauer der deutschen Kernkraftwerke ist Framatome mit den Anlagen vertraut und verfügt über die Kompetenzen, um die notwendigen Schritte zu einer sicheren Wiederinbetriebnahme der Anlagen umzusetzen“.

Geschäftsführer der Framatome GmbH, stellvertretender Vorsitzender von KernD

Dr. Jörg Harren

„Eine Versorgung der Kraftwerke mit Kernbrennstoff ist ohne Weiteres möglich. Es ist sinnvoll, sich mit großer Ernsthaftigkeit mit dieser Option auseinanderzusetzen. Sie nutzt dem Klimaschutz, der Versorgungssicherheit und auch der Unabhängigkeit von Russland. Und nicht zuletzt der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in unserem Land.“

Geschäftsführer der Urenco Deutschland GmbH, stellvertretender Vorsitzender von KernD

Dr. Martin Pache

„Kernenergie wäre in Deutschland die perfekte Ergänzung zu den erneuerbaren Energien. Der Neustart von Kernkraftwerken ist bereits vor 2030 möglich – ohne Abstriche bei der nuklearen Sicherheit. Wir bei Westinghouse stehen mit unserer internationalen Expertise bereit, Deutschland auf diesem richtigen Weg in die Zukunft zu unterstützen. Wir werden die Produkte und Dienstleistungen bereitstellen, die für das Wiederanfahren und den Betrieb der deutschen Kraftwerke benötigt werden.“

Geschäftsführer der Westinghouse Electric Germany GmbH, Mitglied des Vorstands von KernD

Dr. Aldo Weber,

„Kerntechnik Made in Germany ist international erfolgreich. Die Industrie steht bereit, die Rückkehr hiesiger Kernkraftwerke möglich zu machen.“

Geschäftsführer der Siempelkamp NIS Ingenieurgesellschaft mbH, Mitglied des Vorstands von KernD

Prof. Dr.-Ing. Marco K. Koch

„Eine Versorgung der Kraftwerke mit Kernbrennstoff ist ohne Weiteres möglich. Es ist sinnvoll, sich mit großer Ernsthaftigkeit mit dieser Option auseinanderzusetzen. Sie nutzt dem Klimaschutz, der Versorgungssicherheit und auch der Unabhängigkeit von Russland. Und nicht zuletzt der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in unserem Land.“

„Wir haben in Deutschland umfangreiche Expertise beim sicheren, effizienten Betrieb von Kernkraftwerken. Auch die kerntechnischen Lehrstühle und Forschungseinrich­tungen stehen bereit, mit Ausbildungsmöglichkeiten und ihrem Know-how eine Wiedernutzung der Kernkraft zu ermöglichen.“

Dr. Thomas Walter Tromm

„Deutschland braucht weiterhin Know-how in der Kerntechnik. Wir müssen das Kompetenznetzwerk aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und innovativen Unternehmen erhalten und Nachwuchs gewinnen. Die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken in Deutschland bringt wirtschaftlichen Nutzen sowie Vorteile für die Umwelt und wird die Kompetenzerhaltung und -entwicklung wesentlich und effektiv fördern. Diese Gelegenheit, international Anschluss zu halten, sollte Deutschland nicht verstreichen lassen.“

Programmsprecher Nukleare Entsorgung, Sicherheit und Strahlenforschung (NUSAFE) am Karlsruher Institut für Technologie

Dr. Axel Pichlmaier

„Deutschland braucht Forschungsreaktoren für Anwendungen in Forschung, Medizin und Industrie. Die Synergie mit Kernkraftwerken hätte großen Nutzen.“

Technischer Direktor der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz, Mitglied des Vorstands von KernD

Frank Apel

„Die deutsche Fachcommunity in der Kerntechnik unterstützt eine Wiederinbetriebnahme unserer sicheren Kernkraftwerke nachdrücklich.“
Für alle Details und weitere Fragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung!

Vorstandsvorsitzender der Kerntechnischen Gesellschaft e.V., Beisitzer im Vorstand von KernD

Strom-Neustart für Deutschland mit Kernenergie:
Sicher. Bezahlbar. Immer verfügbar. Jetzt!

Deutschland hat gewählt – und steht jetzt wieder vor einer entscheidenden Wahl.

Es ist höchste Zeit, jetzt die richtige Entscheidung für eine stabile und zukunftsfähige Energiepolitik zu treffen. Denn die Deindustrialisierung, die zu hohen Strompreise, die Abhängigkeit von Stromimporten und die unsichere Versorgungslage müssen jetzt ein Ende haben!

Unser Angebot für die neue Bundesregierung: 

  • Strom-Grundlastsicherheit – wetterunabhängig & CO2-neutral
  • Wettbewerbsfähige Strompreise für die Industrie – heute und morgen
  • Unabhängigkeit von Stromimporten – für eine stabile und souveräne Energieversorgung

Fakt ist: Die Wiederinbetriebnahme von bis zu sechs Kernkraftwerken ist technisch möglich. Doch die Zeit drängt. Je schneller die Entscheidung fällt, desto weniger Geld kostet es – und desto früher können die grundlastsichernden, klimafreundlichen Kraftwerke wieder ans Netz gehen.

Die Vorteile des Weiterbetriebs deutscher Kernkraftwerke:

  • Kernenergie kennt keine Dunkelflauten: Sie liefert rund um die Uhr sicheren, bezahlbaren und CO2-neutralen Strom!
  • Die Industrie bleibt in Deutschland: Unternehmen brauchen zeitnah verlässlichen und günstigen Strom, um wettbewerbsfähig zu bleiben und um die Transformation zu stemmen.
  • Neue Zukunftstechnologien für Deutschland: KI, Rechenzentren und Hochtechnologie-Unternehmen benötigen massive Mengen Strom – und Deutschland kann liefern!
  • Versorgungssicherheit statt Importabhängigkeit: In einer geopolitisch unsicheren Welt muss Deutschland auf eigene Kraft setzen. Auf Kernkraft.

Der nächste Schritt: Der Neustart-Check!

Schon vor 2030 kann auch Deutschland wieder von günstigem und sicherem Strom profitieren! Bei unseren europäischen Nachbarn wie Belgien und Schweiz gibt es natürlich Unternehmen, die Kernkraftwerke wirtschaftlich betreiben. Pro Kernkraft­werk-Neustart ist mit zwischen 1 bis 3 Mrd. Euro Investitionen, abhängig vom Rückbaustatus, zu rechnen.

Jetzt ist es an der neuen Bundesregierung, den Weg für eine sichere, bezahlbare und zukunftsfähige Stromversorgung freizumachen!

 

Expertenmeinungen

Prof. Dr. Janne Wallenius

„Wir konnten neuartige aluminiumlegierte Stähle entwickeln, die in flüssigem Blei vollständig korrosionsbeständig sind – ein wissenschaftlicher und technologischer Durchbruch.“

Wie aus einer Forschungsidee ein Reaktorkonzept der nächsten Generation wurde, welche Rückschläge den Weg geprägt haben und warum bleigekühlte Reaktoren als besonders sicher und effizient gelten: Im Interview gibt Prof. Dr. Janne Wallenius, CTO von Blykalla, spannende Einblicke in die Entwicklung des SEALER-Reaktors und die Zukunft kompakter Kernenergie. Jetzt das vollständige Gespräch lesen.

Prof. Dr. Markus Roth

„Wenn wir selbst fest an das Potenzial unseres Ansatzes glauben – warum dann nicht ein Unternehmen gründen, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen?“

Von der Grundlagenforschung zur Unternehmensgründung: Prof. Dr. Markus Roth erklärt, wie aus einer visionären Idee eines der ambitioniertesten Fusions-Start-ups Europas entstand. Im Interview gibt er Einblicke in technologische Durchbrüche, neue Geschäftsmodelle und den Weg zur kommerziellen Fusionsenergie. Jetzt das gesamte Interview entdecken.

Dr. Ulla Engelmann

„Unser Fachwissen zur sicheren Nutzung der Kerntechnik ist wichtiger denn je, da verschiedene Mitgliedstaaten der Kernenergie mit neuem Interesse begegnen.“

Das Joint Research Centre (JRC) steht im Zentrum der europäischen Bemühungen um nukleare Sicherheit, Forschung und Regulierung. Im Interview gibt Dr. Ulla Engelmann Einblicke in die Rolle des JRC als wissenschaftlicher Dienst der Europäischen Kommission: Von der Unterstützung der EU-Politik über den Erhalt nuklearer Kompetenzen bis hin zu aktuellen Herausforderungen im Bereich Innovation und Personalentwicklung.

Tommi Nyman

Lead Heights Reactor, Finnland

„Additionally, nuclear heat alleviates pressure on the wider energy system’s electrification efforts, as less electricity is needed for heating.“

Mit dem LDR-50 entwickelt Steady Energy ein kompaktes Reaktorkonzept für die klimafreundliche Fernwärmeversorgung und adressiert damit einen zentralen Hebel der Energiewende. CEO Tommi Nyman erläutert im Interview, wie modulare, unterirdisch errichtete Anlagen sichere und kosteneffiziente Wärme bereitstellen können – und gleichzeitig fossile Energieträger im Wärmesektor ersetzen.

Dr. Thomas Walter Tromm

Karlsruher Institut für Technologie

„Wir sollten akzeptieren, dass andere Länder, speziell in Europa, eine andere Sichtweise auf die Kernenergie haben.“

Von der Grundlagenforschung zur Unternehmensgründung: Prof. Dr. Markus Roth erklärt, wie aus einer visionären Idee eines der ambitioniertesten Fusions-Start-ups Europas entstand. Im Interview gibt er Einblicke in technologische Durchbrüche, neue Geschäftsmodelle und den Weg zur kommerziellen Fusionsenergie.

Meirzhan Yussupov

CEO Kazatomprom

„It can be said that at least every third nuclear reactor in the world runs on Kazakh uranium.“

Das Joint Research Centre (JRC) steht im Zentrum der europäischen Bemühungen um nukleare Sicherheit, Forschung und Regulierung. Im Interview gibt Dr. Ulla Engelmann Einblicke in die Rolle des JRC als wissenschaftlicher Dienst der Europäischen Kommission: Von der Unterstützung der EU-Politik über den Erhalt nuklearer Kompetenzen bis hin zu aktuellen Herausforderungen im Bereich Innovation und Personalentwicklung. Wie Europa seine nukleare Expertise langfristig sichern kann und welche Bedeutung internationale Zusammenarbeit dabei spielt, erfahren Sie im vollständigen Interview.

Philipp Senn

„Die Sicherheit steht an erster Stelle.“

Was passiert, wenn ein Land den schwierigsten Teil der Energiewende nicht verdrängt, sondern systematisch plant? Über Jahrzehnte hinweg, tief im Untergrund und mit direkter Beteiligung der Bevölkerung? Im Interview erklärt Philipp Senn von der Nagra, wie die Schweiz einen Standort für ein Atommüll-Endlager findet, warum geologische Sicherheit dabei über allem steht und weshalb selbst grenznahe Regionen in Deutschland eingebunden werden. Zwischen wissenschaftlicher Präzision, politischem Verfahren und gesellschaftlichem Dialog entsteht ein selten offener Blick auf eines der langfristigsten Infrastrukturprojekte Europas. Ein Gespräch über Vertrauen, Transparenz und Entscheidungen, die Generationen betreffen werden.

Steffen Kanitz

„Innovationen sind Treiber im Rückbau.“

Was passiert, wenn ein Unternehmen vom Stromproduzenten zum Rückbauspezialisten wird und dabei den eigenen Wandel als Innovationsmotor versteht? Steffen Kanitz, CTO der RWE Nuclear GmbH, beschreibt im Interview, wie Deutschlands Kernkraftwerke Schritt für Schritt zurückgebaut werden und warum dabei nicht nur Erfahrung, sondern vor allem neue Technologien, Robotik und Digitalisierung den Unterschied machen. Von „digitalen Zwillingen“ über autonome Messroboter bis hin zu kompletten Rückbaufabriken entsteht ein Bild davon, wie Hightech selbst im Stilllegungsprozess zur Schlüsselressource wird. Ein Blick hinter die Kulissen eines der größten industriellen Transformationsprozesse Europas – zwischen Sicherheit, Effizienz und der Suche nach einer neuen Zukunft für alte Standorte.

Dr. Rita Baranwal

„Westinghouse has a more than 70-year history with nuclear energy, and we intend to support our customers for at least 150 years or more.“

Wenn ein Unternehmen seine Zukunft in Jahrhunderten denkt, geht es längst nicht mehr nur um einzelne Reaktoren, sondern um ganze Energiesysteme. Westinghouse will den globalen Ausbau der Kernenergie nicht nur technologisch begleiten, sondern über Generationen hinweg verlässlich absichern: Von neuen Small Modular Reactors bis hin zur Versorgung bestehender Anlagen weltweit. Das Interview zeigt, wie aus Erfahrung, Standardisierung und Innovation eine Strategie entsteht, die auf Stabilität in einer sich radikal wandelnden Energiewelt setzt.

Prof. Dr. Sibylle Günter

„Ohne ein stärkeres staatliches Engagement wird es keine Energie aus Fusionskraftwerken geben.“

Die Vision der Kernfusion als nahezu unerschöpfliche Energiequelle ist technisch faszinierend, doch sie bleibt ohne politische Rückendeckung unerreichbar. Prof. Dr. Sibylle Günter macht im Interview deutlich, dass nicht nur wissenschaftliche Durchbrüche zählen, sondern vor allem langfristige staatliche Investitionen, klare gesetzliche Rahmenbedingungen und der Aufbau von Nachwuchsstrukturen. Zwischen Rekordplasmen in Wendelstein 7-X und milliardenschweren Zukunftsprojekten zeigt sich: Der Weg zur Fusionsenergie ist weniger ein Sprint der Forschung als ein Marathon der Gesellschaft.

Kalev Kallemets

„Fermi Energia aims to receive nuclear construction license early 2028 and to start commercial power generation by Christmas 2031.“

Estland steht vor einem möglichen energiepolitischen Wendepunkt: Mit kleinen modularen Reaktoren soll erstmals Kernenergie ins Land geholt werden: Schnell, skalierbar und als Antwort auf Versorgungssicherheit und Klimaziele. Kalev Kallemets beschreibt im Interview, wie aus einer privaten Initiative ein politisch breit diskutiertes Projekt wurde, das inzwischen hohe öffentliche Zustimmung erfährt. Zwischen geopolitischen Krisen, wachsender Energieunsicherheit und technologischen Entscheidungen zeigt sich: Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann Estland in die Kernenergie einsteigt – und wie schnell daraus Realität wird.

Peter Berben

„ENGIE Electrabel and the Belgian Government signed an Agreement with the Objective to extend the Operational Lifetime of our youngest Reactors Doel 4 and Tihange 3 for ten Years.“

Belgien vollzieht eine energiepolitische Kurskorrektur: Statt vollständigem Atomausstieg steht nun die Laufzeitverlängerung der modernsten Reaktoren im Fokus. Das Interview mit Peter Berben zeigt, wie eng technische Sicherheit, politische Entscheidungen und wirtschaftliche Risiken bei dieser Kehrtwende miteinander verflochten sind. Zwischen Alterungsmanagement, neuen Sicherheitsanforderungen und staatlicher Mitverantwortung entsteht ein komplexes Projekt, das weit über eine einfache Betriebsverlängerung hinausgeht und zum Prüfstein für die zukünftige Rolle der Kernenergie in Europa wird.

Dr. Guido Knott

„Die Diskussionen in der Öffentlichkeit waren zumindest teilweise schwer zu ertragen und haben nicht dazu beigetragen, Unsicherheiten in unserer Mannschaft abzubauen.“

Die letzten Monate der deutschen Kernenergie waren alles andere als Routine: politischer Druck, kurzfristige Entscheidungen und ein Kraftakt im Betrieb der verbleibenden Anlagen. Dr. Guido Knott von PreussenElektra GmbH spricht offen über den Streckbetrieb von Isar 2 Kernkraftwerk, technische Herausforderungen im Hintergrund und die Belastung für die Belegschaft in einer Phase maximaler Unsicherheit. Gleichzeitig macht er klar, dass diese Episode keine Kehrtwende bedeutet, sondern den endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie markiert. Ein Interview über Verantwortung im Krisenmodus, politische Erwartungen und das Ende einer Ära.

Pietro Barabaschi

„ITER is a First of a Kind research facility where we are already encountering many technical breakthroughs.“

ITER ist mehr als ein Reaktor – es ist ein globales Experiment an den Grenzen des technisch Machbaren. Pietro Barabaschi beschreibt ein Projekt, das schon während seiner Entstehung Wissenschaftsgeschichte schreibt: von gigantischen Magnetspulen bis zu völlig neuen Materialtechnologien. Doch trotz aller Fortschritte bleibt der Weg zur Energie aus Kernfusion voller ungelöster Fragen. Wie nah ist die Menschheit wirklich an der Fusion und was muss noch gelöst werden, bevor aus Forschung Strom wird?

Greg Hands

„The Strategy increases our plans for deployment of civil nuclear, to up to 24 GW by 2050, three times more than the current provision.“

Großbritannien setzt wieder konsequent auf Kernenergie und zwar in einem Ausmaß, das die Energieversorgung des Landes grundlegend verändern soll. Bis zu 24 Gigawatt neue Kernkraft sollen bis 2050 entstehen. Warum die Regierung diesen radikalen Kurswechsel für unverzichtbar hält, welche Rolle SMRs spielen sollen und wie schnell neue Reaktoren tatsächlich kommen könnten, erklärt Energieminister Greg Hands im Interview.

Kirsty Gogan & Rauli Partanen

„We should definitely also look into new deployment models such as shipyard-manufactured floating power plants and ‘Gigafactories’.“

 

Die Kernenergie steht vor einem möglichen Paradigmenwechsel: weg von klassischen Großprojekten, hin zu modularen, industriell gefertigten Lösungen im Gigawatt-Maßstab. Im Interview erklären Kirsty Gogan und Rauli Partanen, warum neue Bau- und Finanzierungsmodelle entscheidend für die Zukunft der Atomkraft sind und wie SMRs, Gigafactories und schwimmende Reaktoren die Energiewende beschleunigen könnten.

Ingemar Engkvist

„No other industry in the world sees competitors collaborate and share best practices under WANO the way the nuclear industry does.“

 

Kernenergie ist ein Hochsicherheitssektor und gleichzeitig ein globales Netzwerk ungewöhnlicher Zusammenarbeit. Ingemar Engkvist, CEO der WANO, erklärt im Interview, wie Wettbewerber weltweit zusammenarbeiten, um Sicherheit zu maximieren, was nach Fukushima konkret verändert wurde und warum die Kultur des Lernens in der Branche einzigartig ist.

Dr. Christian Reiter

„Kerntechnik besteht eben nicht nur aus der Nutzung zur Stromerzeugung, sondern ist aus der Grundlagenforschung nicht mehr wegzudenken.”

 

Kerntechnik ist weit mehr als Energieerzeugung: Sie ist Grundlage für Medizin, Materialforschung und technologische Innovation. Genau hier setzt das neue Center for Nuclear Safety and Innovation der TU München an: Es will Forschung bündeln, neue Lehrformate schaffen und die nächste Generation von Fachkräften ausbilden. Im Gespräch erklärt Dr. Christian Reiter, warum Kompetenzaufbau nicht warten kann, welche Rolle der Forschungsreaktor FRM II spielt und weshalb Kerntechnik in der Wissenschaft längst unverzichtbar geworden ist.

Massimo Garribba

„EU Member States can choose their energy sources and can include nuclear in their energy mix as part of their effort to achieve decarbonisation and carbon neutrality by 2050.“

 

Die Energiewende in Europa ist nicht nur eine Frage der Ziele, sondern auch der Wege dorthin. Im Zentrum steht dabei ein politisch komplexes Spannungsfeld zwischen Klimaneutralität, Versorgungssicherheit und technologischer Offenheit. Massimo Garribba von der EU-Kommission erläutert, wie die europäische Taxonomie, Marktmechanismen und nationale Energiesouveränität zusammenspielen und warum die Entscheidung über Kernenergie letztlich in den Händen der Mitgliedstaaten liegt.

Yves Desbazeille

“Since the Beginning, FORATOM has Advocated for the Taxonomy to Follow a Technology Neutral Approach.”

 

Die Frage, ob Kernenergie als nachhaltige Investition gelten darf, ist längst zu einem der zentralen Konfliktfelder der europäischen Energiepolitik geworden. Zwischen Klimazielen, Finanzmärkten und politischer Ideologie ringt die EU um eine Definition von „grün“, die weitreichende Konsequenzen für ganze Industriezweige hat. Im Interview erklärt FORATOM-Direktor General Yves Desbazeille, warum die Branche seit Jahren auf eine technologieoffene Bewertung drängt und weshalb die Taxonomie weit mehr ist als ein technisches Regelwerk für Investoren. Es geht um Milliardeninvestitionen, politische Weichenstellungen und letztlich um die Rolle der Kernenergie in einem klimaneutralen Europa. Ein Gespräch über wissenschaftliche Bewertung versus politische Entscheidung, über die Macht von Klassifikationen und darüber, wie stark regulatorische Definitionen die Zukunft einer ganzen Energieform prägen können.

John Gorman

„I am Personally Very Excited About Canadas’s Positioning as a Tier One Nuclear Power and also as a First Mover in Small Modular Reactors.”

 

Kaum ein Land verbindet industrielle Erfahrung, Klimapolitik und technologische Innovation derzeit so eng wie Kanada: ein Staat, der bestehende Reaktoren modernisiert, Kohle ersetzt und gleichzeitig eine neue Generation von Kerntechnik vorbereitet. Im Interview beschreibt Canadian Nuclear Association-CEO John Gorman, warum Kanada sich selbstbewusst als „Tier One Nuclear Nation“ sieht und welche Rolle Small Modular Reactors dabei spielen sollen. Zwischen Großprojekten, medizinischen Isotopen und einer eng vernetzten Industrie entsteht ein Bild eines Landes, das Kernenergie nicht nur als Stromquelle versteht, sondern als strategisches Klimainstrument. Es geht um Milliardeninvestitionen, industrielle Transformation und die Frage, wie ein bestehendes Energiesystem zur globalen Blaupause für Dekarbonisierung werden kann. Ein Gespräch über Tempo, Technologie und den Anspruch, vorne mitzugestalten statt zu folgen.

Wissen für die Kerntechnik von heute und morgen

Die Anforderungen an die kerntechnische Branche entwickeln sich kontinuierlich weiter. Regulatorische Vorgaben, Strahlenschutz, Rückbau, Exportkontrolle und Kommunikation mit Öffentlichkeit und Behörden erfordern aktuelles Fachwissen und praxisnahe Weiterbildung.

Mit dem Seminarprogramm von KernD bieten wir Fach- und Führungskräften, Behördenvertretern, Juristen, Ingenieuren und Projektverantwortlichen ein hochwertiges Weiterbildungsangebot rund um die Kerntechnik. Unsere Seminare verbinden technische, rechtliche und kommunikative Expertise und werden von erfahrenen Referentinnen und Referenten aus Industrie, Wissenschaft, Beratung und Verwaltung durchgeführt.

Unsere Themenfelder

Von Atomrecht und Strahlenschutzrecht bis zu Fragen der Genehmigungspraxis und des Umgangs mit radioaktiven Reststoffen und Abfällen.

Praxisnahe Schulungen zu gesetzlichen Anforderungen, regulatorischen Entwicklungen und deren Umsetzung im betrieblichen Alltag.

Fachwissen zu Stilllegung, Rückbau und Entsorgung kerntechnischer Anlagen – von rechtlichen Grundlagen bis zu praktischen Erfahrungen aus laufenden Projekten.

Anforderungen an den internationalen Handel mit kerntechnischen Produkten und Dienstleistungen sowie aktuelle Entwicklungen im Außenwirtschaftsrecht.

Training für den professionellen Umgang mit Öffentlichkeit, Behörden und Beteiligungsverfahren, einschließlich öffentlicher Anhörungen.

Ein kompakter Einstieg in technische, regulatorische und wirtschaftliche Zusammenhänge der Kerntechnik für Fach- und Führungskräfte.

 

Unsere Fortbildungen werden als Live-Webinare, Präsenzveranstaltungen und Inhouse-Seminare angeboten. Viele Seminare können individuell auf die Anforderungen von Unternehmen, Behörden oder Projektteams zugeschnitten werden.

So ermöglichen wir Weiterbildung genau dort, wo sie benötigt wird – praxisnah, aktuell und mit direktem Bezug zur täglichen Arbeit.

Für wen sich die Seminare eignen

Referent: Kay Höft

Rechtsanwalt, M. A.(BWL), Kanzlei für Außenwirtschaftsrecht, Hamburg

Exportkontrolle kerntechnischer Produkte und Dienstleistungen – Was ist zu beachten?

Termin: 16. Juni 2026
Format: Live-Webinar
Teilnahmegebühr: 548 € zzgl. USt.

Referent: Dr. Nikolai

A. Behr (DIKT München)

Individuelle Inhouse-Seminare

Neben den offenen Seminaren bietet KernD zahlreiche Fortbildungen als individuell zugeschnittene Inhouse-Veranstaltungen an.

Öffentliche Anhörungen erfolgreich meistern

Format: Inhouse-Seminar
Preis: auf Anfrage

Referenten: Dr. Matthias Bauerfeind

und Dr. Christian Raetzke

Stilllegung und Rückbau in Recht und Praxis

Format: Inhouse-Seminar
Preis: auf Anfrage

Referenten: Dr. Maria Poetsch

und Dr. Christian Raetzke

Das Strahlenschutzrecht und seine praktische Umsetzung

Format: Inhouse-Seminar
Preis: auf Anfrage

Anfragen & Anmeldung

Unsere Fortbildungen sind größtenteils auch als Online-Workshop oder Inhouse-Präsenzseminar buchbar. Individuelle Termine und Angebote erstellen wir gerne auf Anfrage.