Verband

KernD ist die Stimme für Kernenergie in Deutschland und die zentrale Plattform für alle Fragen entlang der nuklearen Wertschöpfungskette.

Was wir tun

Als führendes Kompetenznetzwerk bündeln wir die Interessen von Industrie, Forschung, Lehre und Experten, vertreten gemeinsame Interessen und gestalten den Dialog mit Politik, Behörden, Medien und Öffentlichkeit.

Interessen vertreten. Rahmenbedingungen gestalten.

KernD bringt die Perspektiven der Branche in politische und regulatorische Prozesse ein. Wir begleiten Gesetzgebung und Verwaltungspraxis, stehen im engen Austausch mit Ministerien, Behörden und internationalen Institutionen und setzen uns für technologieoffene, verlässliche und international anschlussfähige Rahmenbedingungen ein.

Expertise bündeln. Wissen zugänglich machen.

In unseren Fachausschüssen arbeiten Expertinnen und Experten aus allen Bereichen der Kerntechnik zusammen: von Sicherheit, Strahlenschutz und Entsorgung über Transporte und internationale Regulierung bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit. So bündeln wir Fachkompetenz, entwickeln gemeinsame Positionen und stellen fundierte Informationen für Politik, Medien und Öffentlichkeit bereit.

Dialog ermöglichen. Orientierung geben.

KernD ist Ansprechpartner für alle, die sich mit Kernenergie beschäftigen – von politischen Entscheidungsträgern über Medien bis hin zu interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Wir ordnen aktuelle Debatten ein, beziehen klar Stellung und liefern faktenbasierte Beiträge zu zentralen Fragestellungen.

Branche vernetzen. Zukunft sichern.

Als Plattform der Branche vernetzen wir Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen. Wir stärken den Austausch, fördern den Wissenstransfer und setzen uns für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Hochtechnologiestandorts Deutschland ein, von bestehenden Kompetenzen bis hin zu neuen Technologien wie SMR und Fusion.

Nachwuchs fördern. Wissen weitergeben.

Über unsere Tochtergesellschaft INFORUM organisieren wir Fachtagungen und Veranstaltungen zur Nachwuchsförderung, Seminare und Weiterbildungsangebote. Mit dem Fachjournal atw – International Journal for Nuclear Power tragen wir zur internationalen Fachkommunikation bei.

Die Menschen hinter KernD

Ihre Ansprechpartnerinnen

Nicole Koch

Geschäftsführung

Nicolas Wendler

Leiter Presse & Politik

Bea Heinze

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsmanagement

Silvana Fliegel

Geschäftsstelle KernD, INFORUM, KTG

Gabriele Wolf-Ganser

Seminare, KTG-Mitgliederverwaltung

Vorstand

Thomas Seipolt

Vorstandsvorsitzender

Executive Officer, NUKEM Technologies Engineering Services GmbH

Carsten Haferkamp

Stellvertretender Vorsitzender

Geschäftsführer Framatome GmbH

Dr. Jörg Harren

Stellvertretender Vorsitzender

Geschäftsführer Urenco Deutschland GmbH

Jens Schröder

Schatzmeister

CEO, GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH

Dr. Martin Pache

Sprecher KernD

Geschäftsführer Westinghouse Electric Germany

Gemeinsam für die Zukunft der Kerntechnik

KernD wird von den Menschen getragen, die den Verband gestalten, fachlich prägen und nach außen vertreten.

Struktur und Organe

Als eingetragener Verein basiert KernD auf der Mitgliederversammlung als oberstem Organ. Sie legt die strategische Ausrichtung des Verbands fest.

Der Vorstand verantwortet die inhaltliche Führung und repräsentiert KernD nach außen. Er vereint Expertise aus Industrie, Forschung und Lehre entlang der gesamten nuklearen Wertschöpfungskette.

Die Geschäftsführung steuert die operative Arbeit des Verbands und ist zentrale Schnittstelle für Mitglieder, Politik, Medien und Partner.

Team und Fachausschüsse

Das Team von KernD arbeitet an der Schnittstelle von Facharbeit, Kommunikation und politischem Dialog. Es sorgt für Umsetzung der Strategie im Alltag und die Vernetzung und Sichtbarkeit des Verbandes.

Die fachliche Tiefe entsteht in den Fachausschüssen, in denen Expertinnen und Experten gemeinsam Positionen entwickeln und Themen aus der Praxis heraus einordnen.

Ergänzt wird die Struktur durch die INFORUM GmbH, die Fachveranstaltungen, Publikationen und Weiterbildungsformate organisiert und zentrale Branchenveranstaltungen verantwortet.

Unsere Mitglieder

Führende Unternehmen und Institutionen der Kerntechnik

Die Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) mit Sitz in Lingen ist ein Tochterunternehmen der Framatome GmbH und Teil des internationalen Framatome-Konzerns innerhalb der EDF-Gruppe. ANF produziert Brennelemente, Zwischenprodukte und Komponenten für Kernkraftwerke und trägt damit wesentlich zur Versorgung des europäischen und globalen Marktes mit Kernbrennstoff bei. Darüber hinaus wird das internationale Geschäft mit Technologien und Dienstleistungen kontinuierlich ausgebaut, um langfristig eine zuverlässige und sichere Brennstoffversorgung zu gewährleisten.

ETC Enrichment Technology Company Limited ist ein internationales High-Tech-Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Entwicklung, Herstellung und Installation von Gaszentrifugen zur Urananreicherung. Ergänzend bietet das Unternehmen Ingenieurdienstleistungen, Anlagendesign sowie Projektmanagement an und liefert Komponenten wie Aluminiumrohrleitungen. Mit Tochtergesellschaften wie Pronexos im Bereich Carbonfaserprodukte und Stornetic für Schwungradspeicher ist ETC auch in weiteren Technologiefeldern aktiv. Rund 900 Mitarbeitende an mehreren internationalen Standorten tragen zur globalen Energieversorgung mit CO₂-armer Kernenergie bei.

Die Framatome GmbH bündelt in Deutschland umfassende Kompetenzen in Engineering, Design und Fertigung für die Kerntechnik. An mehreren Standorten entwickelt das Unternehmen Brennelemente, Sicherheitssysteme und bietet Dienstleistungen für Betrieb, Modernisierung und Rückbau kerntechnischer Anlagen an. Darüber hinaus engagiert sich Framatome in Zukunftsfeldern wie Wasserstofftechnologien und Energiespeicherung. Die vorhandenen Forschungs- und Testkapazitäten werden auch von anderen Industriezweigen genutzt und leisten damit einen Beitrag zu hochsicheren Anwendungen über die Kerntechnik hinaus.

Die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH ist seit Jahrzehnten ein zentraler Akteur im Bereich der nuklearen Entsorgung. Das Unternehmen bietet Lösungen für die sichere Behandlung, Verpackung und Lagerung radioaktiver Abfälle sowie für den Rückbau kerntechnischer Anlagen. In Deutschland ist GNS mit der Entsorgung der Abfälle aus Kernkraftwerken betraut und begleitet alle Phasen von der Brennstofffreiheit bis zur Endlagerung. Darüber hinaus ist das Unternehmen international tätig und stellt seine Technologien und Dienstleistungen weltweit zur Verfügung.

Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung für Neutronenforschung. Sie stellt Neutronen für Anwendungen in Wissenschaft, Industrie und Medizin bereit und wird durch Landes- und Bundesmittel finanziert. Im Rahmen des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums arbeiten mehrere Forschungseinrichtungen zusammen. Jährlich nutzen zahlreiche Forschende die Anlage, während auch industrielle Anwendungen, etwa in der Halbleitertechnik oder der Herstellung medizinischer Isotope, von der Infrastruktur profitieren.

Die Kraftanlagen Heidelberg GmbH ist ein traditionsreiches Unternehmen mit Spezialisierung auf Dienstleistungen entlang des gesamten Lebenszyklus kerntechnischer Anlagen. Schwerpunkte liegen in der Nachbetriebsphase, dem Rückbau sowie der Planung und Lieferung von Anlagen zur Behandlung radioaktiver Abfälle. Als Teil der Bouygues-Gruppe ist das Unternehmen in ein internationales Netzwerk eingebunden und bietet ein breites Leistungsspektrum, das von Anlagenbau und Modernisierung bis hin zu Strahlenschutz, Robotik und ingenieurtechnischen Dienstleistungen reicht.

Die Krantz GmbH entwickelt und produziert Systeme zur Luftführung, Kühlung, Heizung sowie Filter- und Absperrtechnik. Das Unternehmen ist insbesondere auf Lüftungs- und Abluftsysteme für Kraftwerks-, Nuklear- und Industrieanlagen spezialisiert. Forschung und Entwicklung erfolgen im eigenen Zentrum, während die Fertigung an deutschen Standorten erfolgt. Als Teil der Iqony Solutions Gruppe ist Krantz auch in Projekte der Energiewende eingebunden und unterstützt die Entwicklung effizienter und sicherer Energiesysteme.

Die NUKEM Technologies Engineering Services GmbH ist weltweit tätig im Bereich Rückbau, Abfallmanagement und Ingenieurtechnik für kerntechnische Anlagen. Das Unternehmen bietet ein breites Spektrum von Machbarkeitsstudien über Planung und Bau von Abfallbehandlungsanlagen bis hin zu umfassenden Beratungs- und Strahlenschutzleistungen. Die langjährige Erfahrung ermöglicht es, komplexe Projekte effizient umzusetzen und dabei höchste Anforderungen an Sicherheit, Qualität und Dokumentation zu erfüllen.
Die Orano NCS GmbH ist als Tochter der Orano-Gruppe auf Transport, Lagerung und Behälterentwicklung für radioaktive Stoffe spezialisiert. Das Unternehmen verfügt über umfassende Erfahrung im gesamten Kernbrennstoffkreislauf und bietet maßgeschneiderte Logistiklösungen inklusive Genehmigungsmanagement und technischer Umsetzung. Eigene Behältersysteme sowie moderne Transporttechnik ermöglichen sichere und effiziente Abläufe sowohl in Deutschland als auch international.
Die Safetec GmbH ist seit über 30 Jahren in den Bereichen Strahlenschutz, Rückbau und nukleare Entsorgung tätig. Das Unternehmen bietet integrierte Lösungen von der Analytik über Projektmanagement bis hin zur Endlagerdokumentation. Als einer der führenden Anbieter in Deutschland und Europa treibt Safetec zudem die Digitalisierung kerntechnischer Prozesse voran. Ziel ist es, innovative und nachhaltige Lösungen für die aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Branche bereitzustellen.
Die Siempelkamp NIS Ingenieurgesellschaft mbH ist ein langjähriger Partner für Betreiber kerntechnischer Anlagen und unterstützt in allen Phasen von Neubau über Betrieb bis hin zum Rückbau. Das Unternehmen entwickelt moderne Softwarelösungen zur Zustandsüberwachung sowie Technologien zur sicheren Zerlegung von Anlagenkomponenten. Dazu zählen unter anderem Simulationstechniken, robotergestützte Verfahren und Monitoring-Systeme, die eine effiziente und sichere Durchführung komplexer Projekte ermöglichen.
Die Urenco Deutschland GmbH bietet Urananreicherungsdienstleistungen und Produkte des Brennstoffkreislaufs für die Energieerzeugung an. Auf Basis moderner Zentrifugentechnologie werden flexible Lösungen entwickelt, die über die reine Anreicherung hinausgehen. Dabei stehen hohe Standards in den Bereichen Sicherheit, Umwelt und verantwortungsvolle Unternehmensführung im Mittelpunkt des Handelns.
Die Westinghouse Electric Company verfügt über eine mehr als 130-jährige Innovationsgeschichte in der Energiebranche. Das Unternehmen entwickelte den ersten kommerziellen Druckwasserreaktor und bietet heute ein breites Portfolio von modernen Reaktorkonzepten bis hin zu Mikroreaktoren. Ergänzt wird das Angebot durch Dienstleistungen zur Optimierung bestehender Anlagen, fortschrittliche Brennstofftechnologien sowie integrierte Lösungen für den Rückbau. Innovationen in Bereichen wie Robotik und künstliche Intelligenz treiben die Weiterentwicklung der Kerntechnik voran.

Internationale Vernetzung

KernD ist eng in die europäische nukleare Wertschöpfungskette eingebunden, vernetzt die Branche international, bündelt Expertise und bringt die Interessen der deutschen Kerntechnik in europäische und internationale Prozesse ein.

nucleareurope

Europäischer Kernenergieverband

Als Mitglied des europäischen Kernenergieverbandes nucleareurope wirkt KernD kontinuierlich an der europäischen Zusammenarbeit in Industrie, Forschung und Regulierung mit.

nucleareurope vereint nationale Verbände sowie Unternehmensmitglieder aus ganz Europa und repräsentiert mehr als 3.000 Organisationen entlang der gesamten nuklearen Wertschöpfungskette – von Betreibern über den Brennstoffkreislauf bis hin zu spezialisierten Technologie- und Dienstleistungsunternehmen.

Nutzen für Mitglieder

Geschichte

KernD blickt auf eine lange Entwicklung innerhalb der deutschen kerntechnischen Landschaft zurück und verbindet langjährige Erfahrung mit heutiger fachlicher und politischer Arbeit.

Die Ursprünge des Verbands reichen bis ins Jahr 1959 zurück, als mit dem Deutschen Atomforum e.V. (DAtF) eine zentrale Plattform für die kerntechnische Industrie und Forschung in Deutschland geschaffen wurde. Über Jahrzehnte hinweg begleitete der Verband die Entwicklung der Kerntechnik in Deutschland und trug zum Aufbau umfassender technologischer Kompetenzen.

2019 erfolgte mit der Verschmelzung des DAtF mit dem Wirtschaftsverband Kerntechnik-Kreislauf und Kerntechnik e.V. (WKK) ein neuer strategischer Schritt in der Weiterentwicklung der Verbandsstruktur. Aus dieser Zusammenführung ging KernD in seiner heutigen Form hervor, als gemeinsames Kompetenznetzwerk der gesamten nuklearen Wertschöpfungskette.

Seitdem vereint KernD Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Experten aus allen Bereichen der Kerntechnik unter einem Dach: von Industrie und Zulieferern über wissenschaftliche Institutionen bis hin zu spezialisierten Dienstleistern und Fachorganisationen.

Heute versteht sich KernD als modernes Kompetenznetzwerk, das auf dieser historischen Entwicklung aufbaut und sie mit fachlicher und politischer Interessenvertretung der Branche in politische, regulatorische und gesellschaftliche Debatten einbringt. Dabei greift die Arbeit des Verbands international vernetzt und aktiv in europäische und globale Entwicklungen ein, um den Austausch und die Weiterentwicklung der Kerntechnik über nationale Grenzen hinweg zu fördern.

Die Geschichte von KernD ist damit auch die Geschichte einer kontinuierlichen Transformation – von einer national geprägten Fachorganisation hin zu einer europäischen und international vernetzten Plattform für Kernenergie und nukleare Technologie.

Satzung

Die rechtliche und inhaltliche Grundlage der Arbeit von KernD

Grundlage unserer Arbeit

Die Satzung definiert Auftrag, Ziele und Aufgaben des Verbands

Die Satzung bildet die rechtliche und inhaltliche Grundlage der Arbeit von KernD. Sie definiert Auftrag, Ziele und Aufgaben des Verbands sowie seine Struktur, Entscheidungsprozesse und Mitgliedschaft.

KernD verfolgt das Ziel, die Kompetenz im Bereich der friedlichen Nutzung der Kerntechnik zu fördern – in Anwendung, Forschung, Regulierung und gesellschaftlichem Dialog. Dabei betrachtet der Verband die gesamte nukleare Wertschöpfungskette, von Betrieb und Rückbau über Entsorgung und Strahlenschutz bis hin zu neuen Technologien und internationalen Fragestellungen.

Die Satzung regelt zudem die Organisation des Verbands: Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ und bestimmt die strategische Ausrichtung. Der Vorstand verantwortet die inhaltliche Führung und die Geschäftsführung setzt die Arbeit operativ um.