{"id":3458,"date":"2022-07-29T06:13:04","date_gmt":"2022-07-29T06:13:04","guid":{"rendered":"https:\/\/kerndd.live-website.com\/?p=3458"},"modified":"2023-04-30T09:35:31","modified_gmt":"2023-04-30T09:35:31","slug":"3458-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kernd.de\/de\/3458-2\/","title":{"rendered":"Weiterbetrieb von Kernkraftwerken: Politische Entscheidung dringlich"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Berlin, 29.07.2022<\/h6>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Zusammenfassung:<\/em><\/strong>&nbsp;Der Verband Kerntechnik Deutschland e.V. (KernD) unterst\u00fctzt die zunehmenden Forderungen nach einem Weiterbetrieb von Kernkraftwerken in der Krisensituation und m\u00f6chte in der aktuellen Diskussion darauf hinweisen, dass ein reiner Streckbetrieb mit den in den Reaktoren vorhandenen Brennelementen \u00fcber das Jahresende 2022 hinaus jetzt nur noch wenig Sinn ergibt. Ohne die von KernD schon l\u00e4nger angeratene Bestellung neuer Brennelemente ist nur ein zeitlich eng begrenzter Beitrag zur Stromversorgung m\u00f6glich. Nach fast 5 Monaten der Diskussionen ohne ein entsprechendes politisches Signal haben die Betreiber die Anlagen auf hoher Last gefahren, wie dies auch der Bundeskanzler gefordert hatte. Nun ist der \u201eTank bald leer\u201c und nur noch mit Nachladung frischer Brennelemente kann in der voraussichtlich noch l\u00e4nger andauernden Krisensituation nennenswerte Hilfe geleistet werden. Die Politik sollte endlich handeln und daf\u00fcr die Weichen m\u00f6glichst sofort stellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Im Einzelnen:<\/em><\/strong>&nbsp;In der aktuellen Diskussion \u00fcber einen krisenbedingten Weiterbetrieb von Kernkraftwerken wurde in den vergangenen Tagen oft auf einen Weiterbetrieb im kommenden Jahr f\u00fcr nur noch wenige Monate abgestellt. Dieser soll ausschlie\u00dflich unter Nutzung der nach dem 31.12.2022 in den Anlagen noch zur Verf\u00fcgung stehenden Brennstoffreserven und ohne eine erneute Versorgung mit frischen Brennelementen erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kerntechnik Deutschland stellt dazu fest, dass ein reiner Streckbetrieb zwar in einigen kritischen Monaten noch einen Beitrag leisten kann, aber insgesamt nur ein mittelfristiger Weiterbetrieb mit neuer Brennstoffbeladung sinnvoll ist. Damit die Beschaffung frischer Brennelemente bis zum kommenden Sommer 2023 erfolgen kann, m\u00fcssten seitens der Politik nun umgehend Entscheidungen getroffen werden, die es erlauben diesen Prozess in Gang zu setzen. Ohne die nun rasche Bestellung von neuem Brennstoff w\u00e4re ein Weiterbetrieb auf nur noch wenige Wochen beschr\u00e4nkt. Ein unterbrechungsfreier Weiterbetrieb im kommenden Jahr mit frischen Brennelementen ist im \u00dcbrigen schon jetzt nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hatte der Bundeskanzler die Betreiber der Kernkraftwerke aufgefordert, die Anlagen zur Reduzierung des Gasverbrauchs in diesem Jahr m\u00f6glichst intensiv zu nutzen, also gleichsam den \u201eTank\u201c so leer wie m\u00f6glich zu fahren. Damit wird der m\u00f6gliche Ersatz von Gasstromerzeugung durch Kernenergie im kommenden Jahr noch weiter reduziert, als schon alleine nur durch eine Verweigerung neuen Brennstoffs.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem nur minimalen Weiterbetrieb ist auch keine d\u00e4mpfende Wirkung auf den hohen Strompreis zu erwarten wie bei einem mittelfristigen Weiterbetrieb kosteng\u00fcnstiger, bestehender Kernkraftwerke. Damit w\u00fcrde ein weiterer wichtiger Nutzen des Weiterbetriebs f\u00fcr die Stromverbraucher verspielt. Und der Beitrag zur CO<sub>2<\/sub>-Vermeidung durch verringerte Einsatzzeiten der Kohlekraftwerke w\u00e4re bei nur wenigen Monaten Betrieb auch nur gering.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist aktuell davon auszugehen, dass die Energieversorgungskrise noch mehrere Jahre andauern wird \u2013 und in dieser unsicheren Zeit k\u00f6nnten die Kernkraftwerke mit frischen Brennelementen noch einen deutlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit, zum Klimaschutz und zur Kostend\u00e4mpfung leisten. Wenn es also wie jetzt um jede Kilowattstunde geht, sollte man die j\u00e4hrlich rund 11 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Kernkraftwerk, die f\u00fcr Deutschland noch bereitgestellt werden k\u00f6nnten, nicht einfach ignorieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher sollten umgehend alle politisch notwendigen Ma\u00dfnahmen in Gang gesetzt werden, um die Brennstoffversorgung der daf\u00fcr noch in Frage kommenden deutschen Kernkraftwerke zu erm\u00f6glichen. Dies w\u00fcrde der Verband im Sinne der Gew\u00e4hrleistung der Versorgungssicherheit f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in der aktuell angespannten Situation sehr begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n\n\n\n<p>Nicolas Wendler<\/p>\n\n\n\n<p>Tel.: +49 172 237 91 84<\/p>\n\n\n\n<p>E-Mail: presse@kernd.de<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/kernd.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/KernD-PM_03_22_Weiterbetrieb_mit_Nachladung.pdf\" title=\"\">Weiterbetrieb von Kernkraftwerken: Politische Entscheidung dringlich<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 29.07.2022 Zusammenfassung:&nbsp;Der Verband Kerntechnik Deutschland e.V. 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